Es hilft das Vergessen

Was heißt das: Mit sich selbst und der Welt im Einklang? Für mich scheint das ein Paradox zu sein, das man nur versuchen kann aufzulösen wie ein ewiger Drahtseilakt mit einer Waage in der Hand. Ohne doppelten Boden. Ohne Sicherheitsnetz.
Schon sich selbst genügen heißt doch jede Form der Perfektion abzulegen, die einem immer wieder Ansporn zu Veränderungen geben könnte. Das Ganze gleicht einer Dreiteilung der Mächte „Ich“, „Du“ und „die Welt“. Es kann zu Problemen zwischen Ich und der Welt kommen, wenn man sich wertlos, hässlich und überfragt fühlt. Wenn man das Gefühl hat, dass man dem Anspruch der Welt nicht genügt, den man sich selbst ebenfalls eingepflanzt hat, ist man nicht im Einklang, nicht zufrieden. Man kann sich von den Ansprüchen lossprechen, um Einklang zu finden. Oder sucht sich neue Ansprüche in der Welt, was mir gesünder erscheint.
Dies erscheint mir noch der einfachere Part, denn das „Du“ in Gestalt andere Personen beinhaltet einen doppelten Anspruch. Den weltlichen und den persönlichen. Einen Einklang herstellen heißt, Flexibilität beweisen. Sich selbst kann man noch am ehesten beugen unter den Ansprüchen der anderen Mächte. Das ist ein Einklang auf Kosten des Ichs, welcher erschwert wird, da sich die Mächte „Du“ und „Welt“ in einem steten Austausch miteinander befinden, welcher die Ansprüche zwischen ihnen überträgt.
Warum schreibe ich das so pessimistisch? Recht einfach: Ich denke, dass der Moment des Einklangs dem der Erleuchtung Buddhas nahekommt, wir aber eher zwischen Katatonie und Annihilation hin und her pendeln bis wir uns einigermaßen wohl fühlen. Dabei hilft das Vergessen.

(gefundene Notizen ohne Datum mit leichten Editierungen)

Chronik „1940“ – Kapitel 1: „Viele Stränge bilden ein Seil“

Es folgt ein Teil der Einleitung:24

Als Jean Decoux an einem Julitag erwachte, wusste er noch nicht, was ihm bevorstand. Schon am Morgen hing die Feuchtigkeit bedeutsam schwer in der Luft und trieb Schweißperlen auf die Stirn eines jeden Europäers. Mit schweren Schritten ging Decoux daher seinen morgendlichen Routinen nach, griff mit schwitziger Hand nach seinem 6000er-Bericht, damit seine Augen ihm Ehre und Verdammnis mitteilten. An diesem Tag wurde er Generalgouverneur von Französisch-Indochina.

Nur wenige Tage später landeten überall erstaunlich gut vorbereitete Japaner, um militärische Knotenpunkte einzunehmen. Es brach eine Zeit an von geteilter Herrschaft und vielen Kulturen…

Der Metallriese sieht vom Meer aus den wenigen Sonnenstrahlen des Sonnenuntergang zu, die es durch die grauen Wolkenmassen kämpfen, während sich die Landungsboote mit dem klangvollen Namen Daihatsu auf dem Weg Richtung Küste machen. Der Blick auf das Land wird versperrt von grauem Fels, der sich teilweise hunderte Meter in den Himmel streckt, um von dort mit grüner Krone auf das Wasser zwischen sich zu schauen. Es ist die Ha Long Bucht, wo ein Drache das Meer über seine Spuren spülen ließ, die er im Land eindrückte. Übrig blieben die vielen kleinen Inseln, die einen Garten aus grün bewachsenen Steinspitzen im Wasser bilden.

Die Landungsboote mit Versorgungsmaterial verteilen sich in viele Richtungen, sei es in Richtung Hanoi, der Hauptstadt dieser Provinz, Ha Long, der namensgebenden Stadt der Bucht oder zum Exporthafen von Cam Pha, neben Hanoi der zweitgrößte Umschlagplatz für Waren in der Region. Und eventuell nicht nur für Waren…

Milch macht müde Männer munter und alle, die wollen, schlank

Mit den ersten Tagen, an denen ich Cornflakes aß (wenn es übrigens um Gesundheit geht, ist nichts besser als Müsli – Cornflakes großer Bestandteil an Zucker ist doch ein wenig zu viel für die Gesundheit) kippte ich mir übermäßig viel Milch in den Rachen. Nun stand aber irgendwann auf den Packungen selbst eine kleine nette Lebensmittelpyramide, in der die Prozentangaben zur Nahrungsmittelverteilung für den Tag stand. Dort hatte man sich entschieden, dass Milch und Milchprodukte in großen Mengen gar nicht gut sind.

Echt? Haben die Leute, die diese Pyramide auf die Packung getan haben, sich auch mal das Bild auf der Vorderseite angeschaut, auf dem die Cornflakes als untergehende Partikel in einer übermäßig großen, schon Loch Ness-artigen, Milchansammlung untergehen?
Da steht übrigens „Serviervorschlag“ drunter. Und mal ganz nebenbei: Um solch ein Bild letztendlich als Photographie zu haben, steht das Essen meist von morgens bis abends unter heller Lichteinstrahlung irgendwo auf einer Plattform rum, wird dekoriert und erst wenn alles haargenau stimmt, wird das Bild gemacht. Jetzt frage ich mich, ob die Milch, nachdem sie den ganzen Tag bei ca. 40° C unter Lichteinflüssen herumgestanden hat, immer noch so gesund ist…[und es ist noch nicht mal Milch, sondern eine Art weiße Substanz]

Schlank machen soll sie auf jeden Fall. Haben zumindest letzte Studien ergeben. Mal ganz ehrlich, wie oft haben uns die „letzten Studienergebnisse“ zu etwas geraten, was wir vor einem Jahr noch als lebensbedrohlich angesehen hätten? Bis heute weiß ich nicht, was gesünder ist: Butter oder Margarine. Das ist im Grunde genommen Fett. In Milch, man zapfe sie frisch von einer Kuh, enthält bis zu 5% Fett. Wie soll das also funktionieren?
Machen es die Enzyme? Das wäre die eine Möglichkeit. Man kann einfach einen Liter Milch trinken und hat danach wohl so schnell keinen Hunger mehr. Das wäre Möglichkeit Nummer Zwei. Oder aber, so wie ich mir das noch am ehesten vorstelle, man kippt sich so viel hinter… Haben sie das schon mal gemacht? Da kommt der Mensch an seine Grenzen.
Diese Variante wäre für mich jedenfalls eine Erklärung, weshalb das auch ein Mittel für Übergewichtige für eine Gewichtsabnahme sein sollte. Das ist nämlich eigentlich bei der Studie herausgekommen: Dass Milch und Milchprodukte Übergewichtigen bei der Gewichtsabnahme hilft. Ein Normalgewichtiger wird auf Grund seines Körperbaus bei übermäßigem Milchverzehr wohl eher beim Arzt landen. Cholesterin lässt grüßen!